Die intravitreale Behandlung (Injektion in den Glaskörper) bietet die Möglichkeit, ein Medikament ohne systemische Nebenwirkungen und in hoher Konzentration in das Auge zu bringen. Derzeit gibt es vier verschiedene Medikamente zur Auswahl, die bei unterschiedlichen Erkrankungen besonders im Bereich der Stelle des schärfsten Sehens (Makula) eingesetzt werden:
1. Lucentis (Wirkstoff Ranibizumab):
Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration, bei diabetischer Retinopathie und nach Venenverschlüssen (zugelassenes Medikament)
2. Avastin (Wirkstoff Bevacizunab):
Bei allen Formen der feuchten altersassoziierten Makuladegeneration, bei diabetischer Retinopathie und nach Venenverschlüssen (kein dafür zugelassenes Medikament, sog. "off label use")
Die Behandlung erfolgt jeweils ambulant durch Dr. Andreas Reuland in einem dafür entsprechend eingerichteten Operationszentrum in Leimen. Nach einer Erweiterung der Pupille und lokaler Betäubung mit Tropfen wird das Auge zu Desinfizierung mit PVP-Jod-Tropfen gespült. Danach erfolgt im Abstand von 3,5 mm von der Hornhaut die Injektion mit einer sehr feinen dünnen Nadel. Dies wird vom Patienten kaum wahrgenommen.
Nach der Behandlung wird der Augeninnendruck und die Durchblutung des Sehnerven kontrolliert. Am nächsten Tag ist dann eine Nachkontrolle in der Augenarztpraxis erforderlich.
In der Regel erfolgt die Behandlung dreimal im Abstand von je vier Wochen. Der Therapieerfolg wird dabei nach der dritten Behandlung mittels eines OCT überprüft. In manchen Fällen können weitere Injektionen erforderlich sein.
Sollten Sie Fragen zu diesen Themen haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.


