Makuladegeneration

Makuladegeneration Vorsorge

Die  Makuladegeneration kann dazu führen, dass das scharfe Sehen in der Mitte (z. B. beim Lesen oder beim Erkennen von Gesichtern) langsam schlechter wird. Das periphere Sehen bleibt häufig länger erhalten. Die Degeneration der Makula kann sich über Jahre erstrecken, manchmal aber auch sehr rasch erfolgen.

Das Risiko, an einer Makuladegeneration zu erkranken, steigt mit dem Alter. Rauchen und familiäre Vorbelastung erhöhen das Risiko. Weitere Faktoren werden diskutiert; nicht alles ist wissenschaftlich eindeutig belegt.

Empfehlung: Ab etwa 60 Jahren kann eine regelmäßige Kontrolle sinnvoll sein – Häufigkeit abhängig von Risiko und Befund (z. B. Rauchen, familiäre Vorbelastung, Vorbefunde). Wir beraten Sie dazu individuell.

  • Sehtest
  • Amslergitter-Test
  • Untersuchung der Netzhaut (meist nach Pupillenerweiterung)
  • Dokumentation z. B. mit Fotos und/oder OCT (Schichtaufnahme der Makula)

Therapie: Bei frühen Veränderungen (z. B. Drusen) kann – je nach Befund – bei der trockenen Form der Makuladegeneration eine AREDS-basierte Nahrungsergänzung sinnvoll sein. Studien (AREDS/AREDS2) zeigen bei bestimmten Stadien eine Risikoreduktion für das Fortschreiten. Die Zusammensetzung sollte dabei individuell gewählt werden (z. B. bei (Ex-)Rauchern). Omega-3 als Zusatz zeigte in AREDS2 keinen eindeutigen Zusatznutzen. Es laufen internationale Studien zu neuen Therapien. Ob und für wen sie einen klaren Nutzen bringen, wird derzeit geprüft. Aktuell ist dafür in Deutschland keine allgemein zugelassene Standardtherapie verfügbar.

Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ärztliche Behandlung. Ob sie sinnvoll sind, hängt vom Befund ab.

Bei der  feuchten Form der Makuladegeneration ist häufig eine medikamentöse Behandlung durch Injektionen ins Augeninnere (intravitreale Injektion) notwendig.

Sollten Sie Fragen zur feuchten Makuladegeneration haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung. Unter ivom@augenzentrum-kraichgau.de können Sie uns gerne unter Angabe einer Rückrufnummer bereits vorab kontaktieren.