Information
Sie ist die zahlenmäßig seltenere der beiden altersassoziierten Makulaerkrankungen, in ihrem Verlauf jedoch meist die aggressivere Form.
Bei der feuchten Makuladegeneration kommt es durch ein Einwachsen schadhafter neuer Blutgefäße aus der Aderhaut in die Makula bzw. Fovea zu Blutungen und Wassereinlagerungen (Ödemen).
Der Verlauf der feuchten Makuladegeneration ist meist gekennzeichnet durch einen raschen und nachhaltigen Verlust der Sehschärfe. Es kommt häufig im Frühstadium zu einer Verziehung gerader Linien (Fugen der Kacheln in Badezimmer, Bilderrahmen). Treten Blutungen auf, kommt es fast immer zu einem schlagartigen Verlust der Lesefähigkeit. Es entsteht ein zentraler Gesichtsfeldausfall (Zentralskotom).
Behandlung
Um ein Voranschreiten der degenerativen Veränderungen zu verzögern, aufzuhalten oder sogar bestehende Veränderungen zu heilen, besteht seit Neuestem die Möglichkeit, ein Medikament in das Auge zu injizieren (intravitreale Injektion). Dessen Wirkstoff ist in der Lage, die neu gebildeten Blutgefäße zurückzudrängen und so einen bestehenden Befund zu stabilisieren (d. h. die Makula wieder trocken zu machen) oder gar zu verbessern. Diese Behandlung muss in der Regel mehrmals im Abstand von 6 Wochen ambulant durchgeführt werden.
Sollten Sie Fragen zu diesem Thema haben, informieren wir Sie gern im Rahmen einer augenärztlichen Untersuchung.


